Anwendungsgebiete

Psychomotorische Probleme
Es handelt sich hier um Entwicklungsstörungen der Motorik, die nicht kulturell erlernt oder durch Erziehung erworben werden, und die der Körper normalerweise nach und nach ohne Anleitung von alleine lernt (z.B. laufen, rennen, springen, mit dem Fuß oder den Fingern einen Rhythmus klopfen). Diese Entwicklungsstörungen sind nicht mit der Dyspraxie (z.B. Koordinationsschwierigkeiten beim Essen mit Messer und Gabel) zu verwechseln.
Psychomotorische Störungen betreffen in der Regel den ganzen Körper. Beispielsweise können betroffene Kinder beim Schwimmen oder Laufen ihre Arme und Beine nicht koordinieren, können schlecht auf einem Bein stehen oder Treppen hinuntersteigen. In unterschiedlicher Ausprägung sind solche Koordinierungsschwierigkeiten meist mit einer Dyslexie verbunden.

Das Ohr ist nicht nur ein Sinnesorgan, das Töne aufnimmt. Es hat durch sein Gleichgewichtsorgan auch eine motorische Funktion. Aufgabe des Gleichgewichtsorgans ist es, die Mechanismen für die Herstellung des Gleichgewichts zu regeln.
Durch ihre direkte Wirkung auf das Gleichgewichtsorgan hilft die Tomatis®-Methode dem Körper, seinen Muskeltonus zu regulieren und eine aufrechte Haltung einzunehmen; gleichzeitig wirkt sie Störungen der Lateralisation, d.h. der seitlichen Ausrichtung des Hörens, entgegen. Das Gleichgewichtsorgan spielt außerdem, zusammen mit anderen Gehirnregionen, eine wichtige Rolle bei den Mechanismen von Koordination und Rhythmusgefühl. Deshalb kann die Tomatis®-Methode auch bei Rhythmus- und Koordinationsproblemen wirksam helfen.
Nicht zuletzt ist das Gleichgewichtsorgan zusammen mit der Großhirnrinde an der Fähigkeit des räumlichen Hörens beteiligt und an der Herausbildung des Körperschemas. Deshalb lassen sich mit der Tomatis®-Methode auch Probleme des räumlichen Hörens und Störungen des Körperschemas behandeln.

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